Rose

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Dienstag, 23. Februar 2016

Stehende Bewegung

Suchen wir, die Knospen des Lichtes in der untergehenden Sonne.
Suchen wir, den Schatten in ihrem Angesicht, am Zentrum eines Zenites.
Begründen wir, die Wahrheit in einem Wort und reihen Floskeln zu Zeilen an Thesen.
Begründen wir, was erschaffen ohne Verstand, sich selber erklären muss.
 
Laufen wir, zum Ende der Welt, berühren den Horizont mit ausgestreckter Hand.
Laufen wir, auf dass uns die Zeit nicht die Reise verweigere.
Leben wir, in Bahnen, die einer Freiheit Abbild formen.
Leben wir, im Angesicht des Endes, das uns allen anhaftet.
 
Fühlen wir, was freigelassen, keiner Poesie gerecht wird.
Fühlen wir, das Hoch und Tief, im stolpernden Selbst, auf dass wir das Aufrichten lernen.
Erfahren wir, was als Schicksal gesponnen, im Zwecke gebunden, Pein, wie auch Preis erfordert.
Erfahren wir, im ewig sprechenden Sein vor Jahrhunderten gebildet, was Genie erschaffen und Wahnsinn geschrieben.
 
Sprechen wir, auf dass man uns höre, im Dialog und öfter noch Monolog, dessen Nutzen im Schweigen verfliegt.

Viel mehr noch, das wir sind,
Viel mehr noch, das Taten erzwingt.
Nur eines, das begreifen Menschen nie,
Im Handeln gebunden, wann aber stehen sie?
Sehen zurück in wilder Schau,
Erkennen im Ich das Plustern des Pfau,
das Gebrüll des Königs der Löwen,
die Schwingen der krächzenden Möwen?
Was Laut, übe sich in ewigem Stille,
selbst in einer des Schriftstellers Zunft,
Verbinde sich das Hören mit neuem Wille,
und erkenne den Mythos einer Vernunft.